Artikelstamm per Excel importieren: Tausende Artikel ohne Abtippen

Fachartikel zu Lagerverwaltung, Inventur, Warenwirtschaft und Kasse.
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clairetaylor
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Artikelstamm per Excel importieren: Tausende Artikel ohne Abtippen

Beitrag von clairetaylor »

Ein neuer Lieferant schickt seine Preisliste als Excel-Datei, das Sortiment wächst um 2.000 Artikel, oder die Warenwirtschaft wird neu eingerichtet: Spätestens dann will niemand Artikel einzeln abtippen. Mit dem Excel-Import von LAGER 6000 kommen Artikel, Preise, Lieferanten und Warengruppen in einem Durchgang in die Datenbank. In diesem Beitrag zeigen wir den Ablauf und die typischen Fallstricke.

Was sich importieren lässt
Das Programm „Artikeldatenimport Excel Dateien“ liest Excel-Dateien und CSV-Dateien. Neben dem Artikelstamm gibt es eigene Seiten für Lieferanten und Warengruppen. Bei Artikeln lassen sich unter anderem Artikelnummer, Bezeichnung, EAN, Einkaufs- und Verkaufspreise, Mehrwertsteuer, Bestand, Lagerort, Warengruppe, Lieferantennummer, Zusatztexte und Zusatzfelder übernehmen.

Der Ablauf
  • Datensicherung anlegen. Das Importprogramm sichert selbst nicht – vorher also unbedingt eine Sicherung machen.
  • Unter „Importdatei Artikeldaten“ die Excel-Datei wählen. Hat sie mehrere Arbeitsblätter, fragt das Programm nach dem richtigen Blatt. Die Daten erscheinen als Vorschau.
  • Mit „ab Zeile anfangen“ die erste Datenzeile festlegen, damit Überschriften nicht als Artikel importiert werden.
  • Im Mapping jeder Excel-Spalte das passende Feld zuweisen, zum Beispiel Spalte „Preis“ auf VK. Spalten, die nicht gebraucht werden, bleiben auf „kein Eintrag“. Das Mapping lässt sich speichern und beim nächsten Mal wieder laden – auf Wunsch je Dateiname getrennt, praktisch bei mehreren Lieferanten.
  • Den Schlüssel wählen: Vorhandene Artikel werden über die EAN oder die Artikelnummer wiedererkannt.
  • Optional „Daten prüfen“, dann „Import starten“.
Gefundene Artikel werden aktualisiert, neue Artikel angelegt. Nach dem Import sind die Daten sofort im Lagerprogramm und an der Kasse verfügbar.

Die wichtigsten Optionen
  • „nur vorhandene Daten aktualisieren – neue überspringen“: ideal für reine Preisaktualisierungen, ohne das Sortiment aufzublähen.
  • „VKPreis nicht überschreiben“ / „EKPreis nicht überschreiben“: schützt eigene Kalkulationen, wenn nur andere Felder aktualisiert werden sollen.
  • „Stückzahlen nicht überschreiben sondern addieren“: für Lieferungen, die als Liste kommen.
  • „Kürzel (Präfix) vor“: setzt der Artikelnummer ein Kürzel voran – hilfreich, wenn zwei Lieferanten dieselben Nummern verwenden.
  • Lieferant zuordnen: Allen importierten Artikeln lässt sich direkt ein Lieferant zuweisen.
Typische Fallstricke
  • Doppelte Artikel nach dem Import: Meist war der falsche Schlüssel gewählt (EAN statt Artikelnummer) oder das Kürzel fehlt bzw. ist uneinheitlich.
  • Verlorene Nullen bei der EAN: Excel entfernt führende Nullen, wenn die Spalte als Zahl formatiert ist. Die EAN-Spalte in Excel deshalb als Text formatieren.
  • Preise um Faktor 100 daneben: Komma und Punkt als Dezimaltrenner prüfen, bevor importiert wird.
  • Mehrwertsteuer 0: Liefert die Datei Schlüsselzahlen statt Prozentsätzen, müssen diese auf der Seite „Einstellungen“ den richtigen Sätzen zugeordnet sein – und die Spalte muss auf MWST gemappt sein.
Vorbereitung der Excel-Datei
  • Eine Zeile pro Artikel, eine Spalte pro Feld, keine verbundenen Zellen.
  • Leere Zeilen und Zwischensummen vorher entfernen.
  • Spalten lassen sich bei Bedarf im Werkzeug „Spalten zusammenfügen“ noch im Programm aufbereiten – zum Beispiel zwei Textspalten zu einer Bezeichnung verbinden oder Zeichen ersetzen.
  • Erst mit einer kleinen Testdatei von zehn Artikeln probieren, dann die ganze Liste importieren.
Fazit
Mit einem sauberen Mapping und dem richtigen Schlüssel wird der Excel-Import zum Routinejob: Preislisten aktualisieren, neue Sortimente aufnehmen, Lieferanten und Warengruppen anlegen. Die wichtigste Regel bleibt: vorher sichern und erst mit einer kleinen Datei testen. Mehr zum Thema finden Sie auf den Seiten Datenimport und Artikelverwaltung.
Über den Autor
Claire Taylor, Inhaberin von TaylorCom Softwareentwicklung, Hummelweg 6, 32549 Bad Oeynhausen – Hersteller der Lagersoftware LAGER 6000 und der Kassensoftware QuickKasse.
Hinweis: Dieser Fachbeitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Bei Fragen zu TSE, Kassenführung und Steuern wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater. Telefon 05731 259 42 48 · E-Mail support@winlager.de
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