Hardware
Kartenterminal für die Kasse: stationär, mobil oder am Smartphone?
Von TaylorCom Softwareentwicklung Lesezeit: 6 Minuten
Kunden erwarten heute, mit Karte oder Smartphone zahlen zu können – auch beim kleinen Einkauf. Welches Kartenterminal zu Ihrem Laden passt, hängt weniger vom Gerät ab als vom Vertrag dahinter und von der Frage, ob das Terminal mit Ihrer Kasse sprechen kann. Diese Kaufberatung zeigt die Bauformen, die Vertragsmodelle und die Fragen, die Sie vor der Unterschrift stellen sollten.
Kurz gesagt
Für einen festen Kassenplatz mit Windows-Kasse ist ein stationäres Terminal mit Netzwerkanschluss und freigeschalteter ZVT-Kassenanbindung die solide Wahl. Kartenleser für das Smartphone sind günstig und schnell eingerichtet, lassen sich aber meist nicht an eine Windows-Kasse anbinden – der Betrag muss dann doppelt eingetippt werden.
Die drei Bauformen
| Stationär | Mobil | Smartphone-Kartenleser | |
|---|---|---|---|
| Verbindung | Netzwerkkabel | WLAN oder Mobilfunk | Bluetooth zum Handy, Internet über das Handy |
| Kassenanbindung | meist per ZVT möglich | teilweise per ZVT | meist nur über die App des Anbieters |
| Passt zu | festem Kassenplatz im Laden | Lieferdienst, Markt, Zahlung am Tisch | gelegentlichen Kartenzahlungen, Start ohne Kasse |
| Beleg | eingebauter oder Kassen-Drucker | meist eingebauter Drucker | meist elektronisch |
Kauf, Miete oder Gebührenmodell?
- Kauf: Sie zahlen das Gerät einmal und schließen einen Vertrag für die Zahlungsabwicklung. Bei einem Defekt kaufen oder reparieren Sie selbst.
- Miete: Monatliche Rate, dafür meist Austausch bei Defekt und Updates durch den Anbieter. Achten Sie auf Laufzeit und Kündigungsfrist.
- Ohne Grundgebühr: Günstiges Gerät, dafür höhere Gebühren je Zahlung. Bei wenigen Kartenzahlungen oft günstiger, bei vielen meist teurer.
Vergleichen Sie Angebote immer mit Ihren eigenen Zahlen: Wie viele Kartenzahlungen haben Sie im Monat, mit welchem Durchschnittsbetrag, und wie verteilen sie sich auf girocard und Kreditkarte? Die Gebühren unterscheiden sich je nach Kartenart deutlich.
Zehn Fragen vor dem Vertrag
- Ist die Kassenanbindung per ZVT möglich, und ist sie im Vertrag enthalten oder kostet sie extra?
- Hat das Gerät einen Netzwerkanschluss für den festen Kassenplatz?
- Welche Karten und Zahlarten werden angenommen: girocard, Kreditkarten, Zahlen mit dem Smartphone?
- Was kostet eine Zahlung je Kartenart, und gibt es eine Grundgebühr?
- Wie lange läuft der Vertrag, und wie kündigen Sie?
- Wie schnell wird bei einem Defekt Ersatz geliefert?
- Wann wird das Geld auf Ihr Konto ausgezahlt?
- Druckt das Terminal selbst, oder läuft der Beleg über die Kasse?
- Was geht, wenn das Internet ausfällt?
- Wer ist Ihr Ansprechpartner bei Störungen, und wann ist er erreichbar?
Wichtig: Frage 1 entscheidet, ob Sie den Betrag künftig doppelt eintippen. Lassen Sie sich die ZVT-Freischaltung schriftlich bestätigen, bevor Sie unterschreiben.
Das Terminal mit der Kasse verbinden
Ist das Terminal ZVT-fähig und freigeschaltet, übergibt die Kasse den Betrag direkt an das Gerät und erfährt, ob die Zahlung geklappt hat. Wie die Einrichtung Schritt für Schritt abläuft – feste IP-Adresse, Terminal-ID, Testzahlung – steht im Ratgeber Kartenterminal an die Kasse anbinden: ZVT einfach erklärt. Was bei einem Ausfall der Verbindung noch geht, beschreibt Kassieren ohne Internet.
Für Windows-Kassen übernimmt häufig das Zusatzprogramm easyZVT die Kommunikation mit dem Terminal. Auf der Website von easyZVT steht, mit welchen Terminals und Netzbetreibern es getestet ist.
Anbieter von easyZVT:
Groetzner Unternehmensberatung
Fuhrenkamp 2a, 21220 Seevetal
Telefon +49 4105 4061779
www.easyzvt.de
Und mit QuickKasse?
QuickKasse bindet ZVT-fähige Terminals über easyZVT im Netzwerk an. In den Einstellungen tragen Sie IP-Adresse, Port, Kassennummer und Terminal-ID ein; beim Kassieren übergibt QuickKasse den Betrag an das Terminal. Die easyZVT-Erweiterung braucht eine eigene Lizenz, die wir bei der Einrichtung mit Ihnen klären. Passende Peripherie für den Kassenplatz: Bondrucker und Barcode-Scanner.
Häufige Fragen
Kann ich das Terminal meiner Bank weiter nutzen, wenn ich eine neue Kasse kaufe?
Oft ja, wenn es ZVT unterstützt und der Netzbetreiber die Kassenanbindung freischaltet. Fragen Sie mit der genauen Modellbezeichnung nach.
Reicht ein Kartenleser für das Smartphone?
Für gelegentliche Kartenzahlungen ja. An einem festen Kassenplatz mit vielen Zahlungen kostet das doppelte Eintippen jeden Tag Zeit und führt zu Differenzen im Tagesabschluss.
Muss jede Kartenzahlung auch in der Kasse gebucht werden?
Ja. Jeder Verkauf wird in der Kasse erfasst, egal wie bezahlt wird. Die Zahlart Karte sorgt dafür, dass der Bargeldbestand im Tagesabschluss stimmt.
Fazit
Entscheiden Sie zuerst, wo kassiert wird, dann über das Vertragsmodell und zuletzt über das Gerät. Für den festen Kassenplatz gilt: stationäres Terminal mit Netzwerkanschluss, ZVT-Freischaltung schriftlich, Gebühren mit den eigenen Zahlen gerechnet.
