Was ist ein Data Warehouse?
Ein Data Warehouse („Datenlager“) bereitet die vorhandenen Verkaufs-, Lager- und Einkaufsdaten so auf, dass man sie schnell aus verschiedenen Blickwinkeln auswerten kann. Statt fünf einzelner Listen gibt es ein Cockpit, in dem Umsatz, Rohgewinn und Marge nebeneinander stehen – je Warengruppe, Lieferant, Marke, Kunde und Artikel. Neue Daten muss dafür niemand erfassen: Die Grundlage ist das, was Kasse und Lager ohnehin speichern.
Welche Fragen es beantwortet
- Wo verdiene ich wirklich? Umsatz allein täuscht. Erst der Rohgewinn je Warengruppe oder Lieferant zeigt, womit der Laden sein Geld verdient – und wo viel Umsatz wenig übrig lässt.
- Was läuft aus dem Ruder? Der Jahresvergleich zeigt Aufsteiger, Absteiger und Trendbrüche über alle Warengruppen, auf Wunsch über viele Jahre zurück, soweit die Daten reichen.
- Wer sind meine Kunden? Top-Kunden nach Umsatz und Rohgewinn, Durchschnittsbon und Kaufhäufigkeit – mit einem Klick bis zu den gekauften Artikeln.
- Was liegt zu lange? Lagerumschlag und Abverkaufsquoten machen Ladenhüter sichtbar. Das ist die Grundlage für jede Abverkaufsaktion und für sinnvolle Bestellmengen.
- Was kaufen Kunden zusammen? Die Warenkorbanalyse findet Artikel, die häufig gemeinsam über die Theke gehen – nützlich für Platzierung, Bundles und Zusatzverkäufe.
- Wie geht es weiter? Eine Umsatzprognose für die nächsten zwölf Monate auf Basis der eigenen Historie, mit Bandbreite statt Scheingenauigkeit.
Der eigentliche Nutzen liegt im Durchklicken: Jede Zahl führt eine Ebene tiefer – von der Warengruppe zum Lieferanten, zur Marke und bis zur einzelnen Artikelnummer. Fällt eine Warengruppe auf, sieht man in Sekunden, welche Artikel dafür verantwortlich sind. Jede Auswertung lässt sich als CSV nach Excel oder als PDF mitnehmen, zum Beispiel für das Gespräch mit dem Steuerberater oder die Einkaufsplanung.
Die Daten bleiben im Haus
Viele Auswertungsdienste verlangen, dass man die Verkaufsdaten in eine Cloud hochlädt. Unser Data Warehouse läuft dagegen auf dem eigenen Rechner und liest direkt die vorhandene Datenbank von QuickKasse und LAGER 6000. Es gibt kein Hochladen und keinen fremden Server. Gestartet wird es mit einem Knopf im StartCenter; beim ersten Start baut das Programm die Auswertungsbasis auf, danach steht es in Sekunden bereit.
Worauf es bei den Daten ankommt
Eine Auswertung ist nur so gut wie die Daten dahinter. Drei Punkte machen den größten Unterschied:
- Einkaufspreise pflegen: Ohne Einkaufspreis gibt es keinen sinnvollen Rohgewinn. Artikel ohne EK verfälschen die Marge nach oben.
- Warengruppen und Lieferanten sauber zuordnen: Je klarer die Zuordnung im Artikelstamm, desto aussagekräftiger die Vergleiche.
- Möglichst wenige Sammelartikel: Wer viel über „Diverses“ bucht, sieht später auch nur „Diverses“.
Ein Data Warehouse macht aus den Daten, die Kasse und Lager ohnehin sammeln, Entscheidungsgrundlagen: welche Ware sich lohnt, welche liegt, welche Kunden wichtig sind und wohin sich der Umsatz entwickelt. Wer seine Artikelstammdaten gepflegt hat, bekommt diese Antworten ohne Tabellenarbeit. Mehr dazu, inklusive Live-Ansicht, finden Sie auf unserer Seite Data Warehouse. Hinweise zur Pflege des Artikelstamms gibt es unter Artikelverwaltung.