Technik
Zwei Kassen, ein Datenbestand: So vernetzen Sie mehrere Kassenplätze ohne Cloud
Von TaylorCom Softwareentwicklung Lesezeit: 5 Minuten
Der Laden wächst, samstags staut es sich an der Kasse – eine zweite muss her. Dazu kommt vielleicht ein PC im Büro für Bestellungen und Auswertungen. Die Frage ist dann: Wie wissen alle Plätze dasselbe? Die Antwort heißt gemeinsame Datenbank. Dafür braucht es keine Cloud, sondern ein lokales Netzwerk.
Das Prinzip: ein Server, mehrere Arbeitsplätze
Alle Artikel, Preise, Kunden und Umsätze liegen in einer Datenbank auf einem Rechner im Laden – dem Server. Das kann ein eigener kleiner Server sein oder ein zuverlässiger PC, der durchläuft. Die Kassen und der Büro-PC greifen über das lokale Netzwerk darauf zu.
Das bedeutet: Ändern Sie im Büro einen Preis, kassiert Kasse 2 ihn sofort. Verkauft Kasse 1 den letzten Artikel, sieht das Büro den Bestand null. Es gibt keinen Abgleich über Nacht und keine doppelten Daten.
Was Sie brauchen
- Netzwerk per Kabel: LAN ist stabiler als WLAN. Für Kassen sollte es Kabel sein.
- Einen Server-Rechner mit der Datenbank. QuickKasse und LAGER 6000 nutzen MariaDB, eine bewährte SQL-Datenbank.
- Je Kasse eine TSE: Jede Kasse signiert ihre Vorgänge selbst. Eine USB-TSE pro Kassenplatz ist die einfachste Lösung.
- Lizenzen für die Arbeitsplätze: Bei uns als Zusatz-Client oder als Paket, etwa LAGER 6000 mit 5 Plätzen.
Wichtig: Das Kassenprogramm wird auf jedem Arbeitsplatz installiert, nicht direkt vom Server gestartet. QuickKasse verweigert den Start im Serverordner sogar ausdrücklich, um Datenbankfehler zu vermeiden.
Was passiert, wenn der Server ausfällt?
Das ist die Schwachstelle jedes Mehrplatzsystems – ob lokal oder in der Cloud. Lokal haben Sie es aber selbst in der Hand:
- Ein Server-PC mit unterbrechungsfreier Stromversorgung (USV) übersteht kurze Stromausfälle.
- Tägliche Datensicherung auf ein zweites Medium.
- Ein Notfallplan: Welcher Rechner übernimmt, wo liegt die letzte Sicherung?
Und anders als bei der Cloud fällt nichts aus, nur weil der Provider Störung hat. Das lokale Netz läuft auch ohne Internet weiter.
Auswertung je Kasse
Trotz gemeinsamer Datenbank bleibt jede Kasse unterscheidbar: Bons, Abschlüsse und TSE-Daten sind der jeweiligen Kasse zugeordnet. In der Bonverfolgung von QuickKasse filtern Sie nach PC-Namen im Netzwerk.
Fazit
Mehrere Kassen mit einem Datenbestand sind kein Fall für die Cloud. Ein Server im Laden, Kabel zu den Kassen und eine TSE pro Platz – mehr braucht es nicht. Warum eine eigene SQL-Datenbank auch für die Datenhoheit sinnvoll ist, lesen Sie im Beitrag lokale SQL-Datenbanken im B2B.
