Warenwirtschaft
Kundenpreise, Preisgruppen, Staffeln: Preise für Gewerbekunden sauber verwalten
Von TaylorCom Softwareentwicklung Lesezeit: 6 Minuten
Der Elektriker bekommt 15 Prozent, die Hausverwaltung einen Sonderpreis auf Leuchtmittel, und ab zehn Stück wird es für alle günstiger. Im Kopf des Chefs funktioniert das. An der Kasse, wenn die Aushilfe bedient, eher nicht. Wer regelmäßig an Gewerbekunden verkauft, braucht Preise, die das System kennt.
Drei Werkzeuge, drei Zwecke
- Preisgruppen: Kunden werden einer Gruppe zugeordnet, etwa „Handwerk“ oder „Wiederverkäufer“. Jede Gruppe hat einen eigenen Verkaufspreis. Ideal, wenn viele Kunden gleich behandelt werden.
- Kundenindividuelle Preise: Einzelne Artikel bekommen für einen bestimmten Kunden einen festen Preis – etwa aus einem Rahmenvertrag.
- Staffelpreise: Der Preis sinkt ab einer Menge oder einem Warenwert, unabhängig vom Kunden.
Dazu kommt der klassische Kundenrabatt in Prozent auf alles. Er ist einfach, aber grob – bei Artikeln mit dünner Marge kann er schnell den Gewinn auffressen.
Die Reihenfolge festlegen
Gelten mehrere Regeln gleichzeitig, muss klar sein, welche gewinnt. Bewährt hat sich: Kundenpreis vor Staffelpreis vor Preisgruppe vor Rabatt. Halten Sie die Regel schriftlich fest – sonst diskutieren Sie sie mit jedem Kunden neu.
So geht es in LAGER 6000 und QuickKasse
In LAGER 6000 hat jeder Artikel bis zu drei Verkaufspreise (VK, VK2, VK3). Zusätzlich lassen sich je Artikel bis zu sechs Staffel-Preisgruppen anlegen, jeweils mit „ab Stück“ oder „ab Summe“ und dem Preis. In den Kundenstammdaten hinterlegen Sie Preisgruppe, Rabatt in Prozent und kundenspezifische Artikelpreise; die Artikel übernehmen Sie direkt aus der Artikelliste. Auch ein Rabatt je Lieferant ist möglich – praktisch, wenn ein Kunde nur auf bestimmte Marken Nachlass bekommt.
Wählen Sie an der QuickKasse den Kunden aus, greifen Rabatt und – nach Aktivierung in den Einstellungen – die Kundenpreise automatisch. Die Aushilfe muss nichts wissen.
Preise aktuell halten
- Einkaufspreise im Blick: Steigt der EK, muss auch der Kundenpreis mit. Prüfen Sie Sonderpreise mindestens einmal im Jahr.
- Preislisten ausgeben: Eine Preisliste je Kunde vermeidet Diskussionen an der Theke.
- Protokoll nutzen: Preisänderungen werden protokolliert – so lässt sich nachvollziehen, wer wann was geändert hat.
Fazit
Gewerbekunden erwarten Konditionen – und zwar verlässlich, egal wer bedient. Preisgruppen für die Masse, Kundenpreise für die Großen und Staffeln für Mengen decken fast alles ab. Wie Sie Einkaufskonditionen auf der anderen Seite pflegen, erklärt der Ratgeber von lager2002.de zu Einkaufspreisen und Konditionen.
