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Lagerorte und Unterlager: Wo liegt was – und wie viel?

Verfasst: Sa 3. Okt 2026, 20:02
von clairetaylor
„Wir haben noch drei Stück – irgendwo.“ Diesen Satz kennt jeder, der mehr als ein Regal hat. Sobald Ware an mehreren Stellen liegt – im Verkaufsraum, im Lager, im Keller oder in einer Filiale –, reicht ein einzelner Bestandswert nicht mehr. Mit Lagerorten und Unterlagern weiß LAGER 6000 nicht nur, wie viel da ist, sondern auch, wo.

Lagerorte und Unterlager – was ist was?
Ein Lagerort beschreibt einen Platz: zum Beispiel Regal 12, Fach 3, oder „Keller“. Lagerorte lassen sich zu Bereichen und Standorten zusammenfassen. Ein Unterlager ist die Zuordnung eines Artikels zu einem oder mehreren dieser Lagerorte mit eigener Stückzahl. Der Gesamtbestand des Artikels ergibt sich aus der Summe seiner aktiven Unterlager.

Einen Artikel auf Lagerorte verteilen
  • Im Lagerprogramm den Artikel öffnen und die Unterlager-Verwaltung aufrufen.
  • Links die gewünschten Lagerorte markieren (mit gedrückter Strg-Taste auch mehrere) und mit „> > >“ übernehmen.
  • Rechts die Stückzahl je Lagerort eintragen.
  • Mit „aktueller Lagerbestand“ wird die Summe in den Artikelbestand übernommen, sofern die Option „Summe Stückzahlen in Lagerbestand speichern“ aktiv ist.
Umbuchen statt neu zählen
Wandert Ware vom Lager in den Verkaufsraum oder zwischen Filialen, wird sie umgebucht: Mit der Taste „U“ (Artikel umbuchen/umlagern) wählen Sie Quelle und Ziel, Stückzahl und einen Vermerk. Der Gesamtbestand bleibt gleich, nur die Verteilung ändert sich. Beim Wareneingang können Sie neue Ware direkt auf die Unterlager verteilen.

Aufräumen und Überblick behalten
  • Inaktive Lagerorte: Plätze, die gerade nicht genutzt werden, lassen sich inaktiv setzen, statt sie zu löschen. Inaktive Unterlager zählen nicht zum Bestand.
  • Leere Lagerorte entfernen: Über „Lagerorte mit Bestand=0 löschen“ wird die Liste übersichtlich.
  • Änderungsprotokoll: Das Protokoll „Lagerorte (History)“ zeigt, wann sich welche Stückzahl geändert hat, und lässt sich als Excel-Liste ausgeben.
  • Massenimport: Viele Zuordnungen auf einmal, zum Beispiel bei der Ersteinrichtung, lassen sich per CSV-Datei importieren.
Lagerorte bei Etiketten und Inventur
Lagerortetiketten am Regal machen Plätze scannbar. Die Inventur lässt sich je Lagerort durchführen und damit auf mehrere Tage und Bereiche verteilen – gezählt wird Platz für Platz, und Differenzen lassen sich genau einem Ort zuordnen.

Praxistipps
  • Eine klare, einheitliche Benennung festlegen (zum Beispiel Bereich-Regal-Fach), bevor die ersten Lagerorte angelegt werden.
  • Nur so fein unterteilen, wie es im Alltag wirklich gepflegt wird – zu viele Plätze werden schnell ungenau.
  • Umbuchungen sofort erfassen, sonst stimmt die Verteilung nicht mehr.
Fazit
Mit Lagerorten und Unterlagern wird aus „irgendwo“ eine genaue Antwort: welcher Artikel, wie viele, an welchem Platz. Das spart Suchzeit, vereinfacht die Inventur und hilft beim Filialbetrieb. Mehr dazu auf den Seiten Lagerprogramm und Inventur.